Laschet: Besonderes Anliegen, alle Grenzen zu überwinden

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Gespeichert von Anja Pfeffermann am 28. Mai 2021
Rückkehr der Grenzen VA Titelbild
21. Mai 2021

Die deutsch-französische Grenzregion zieht Bilanz zu den Einschränkungen in der Pandemie

Laschet: Besonderes Anliegen, alle Grenzen zu überwinden

Laschet: Mir ist es ein besonderes Anliegen, dass wir alle Grenzen überwinden, die im Laufe der Pandemie zwischen Deutschland und Frankreich entstanden sind

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Die deutsch-französische Grenzregion blickt zurück auf eine eng vernetzte und historisch bedeutsame Beziehung. Um sie auch für die Zukunft stark zu machen, tauschen sich die betroffenen Regionen über die Erfahrungen ihrer Grenzbewohner und die Entwicklung in der Pandemie aus. Auf ausdrücklichen Wunsch von Armin Laschet, Ministerpräsidenten des Landes Nordrhein-Westfalen und deutsch-französischen Kulturbevollmächtigten, trafen sich Entscheidungsträger beider Seiten zu einer Podiumsdiskussion.

Die deutsch-französische Grenzregion blickt zurück auf eine eng vernetzte und historisch bedeutsame Beziehung. Um sie auch für die Zukunft stark zu machen, tauschen sich die betroffenen Regionen über die Erfahrungen ihrer Grenzbewohner und die Entwicklung in der Pandemie aus. Auf ausdrücklichen Wunsch von Armin Laschet, Ministerpräsidenten des Landes Nordrhein-Westfalen und deutsch-französischen Kulturbevollmächtigten, trafen sich Entscheidungsträger beider Seiten zu einer Podiumsdiskussion.

Laschet sei es ein besonderes Anliegen, dass die Grenzen gerade in der Bildung so bald wie möglich überwinden werden. „Und dass wir alle Grenzen überwinden, die im Laufe der Pandemie zwischen Deutschland und Frankreich entstanden sind – unsichtbar zwar, aber doch sehr spürbar“, betont er bei der Begrüßung der Gäste der Diskussionsrunde.

Seit dem Frühjahr 2020 ist die Überwindung der deutsch-französische Grenze mit Einschränkungen verbunden. Viele Menschen leben im Grenzraum der beiden Nationen. Seit Ausbruch der Pandemie ist für viele der Alltag durch die unterschiedlichen Maßnahmen beschnitten: Bildung, Berufsausübung und persönliche Beziehungen können nicht mehr in der gewohnten Façon gelebt werden. Die Konsequenzen dieser Zeit sind nun Anlass, Verbesserungen für die Zukunft zu entwickeln und die Lehren versäumter Schritte zu ziehen.

Die Podiumsdiskussion „Rückkehr der Grenzen? Deutsche und französische Erfahrungen in der Pandemie“ gliedert sich in zwei Panels. Zunächst sprechen Christophe Arend, Abgeordneter der Assemblée nationale, Vorsitzender der Deutsch-Französischen Parlamentarischen Versammlung, Dr. Franziska Brantner, Mitglied des Deutschen Bundestags und Dr. Mark Speich, Staatssekretär für Bundesangelegenheiten, Europa sowie Internationales, Bevollmächtigter des Landes Nordrhein-Westfalen beim Bund über die Situation in den Grenzregionen und in den Hauptstädten.

Beide Seiten appellieren an einheitliche Standards beim Grenzübertritt, so bei Bescheinigungen, Testerfordernissen und –verfügbarkeit. Durch eine bessere Abstimmung wollen sie die neu entstandenen Herausforderungen der Pandemie überwinden. Direkter Austausch der Datenlage und mehr Vorlauf in der Umsetzung der Maßnahmen könnten den Bewohnern künftig Erleichterung verschaffen. „Wir müssen für den Fall einer nicht auszuschließenden nächsten Pandemie besser vorbereitet sein“, erklärt die Bundestagsabgeordnete Dr. Franziska Brandtner. Auch wenn der weitere Ausgang dieser Pandemie nicht kalkulierbar ist, brauchen betroffene Bewohner verbindliche Zusagen und nachvollziehbare, einheitliche Regelungen.

Ausnahmetatbestände sollten außerdem weniger starr definiert sein und vermehrt auf die Lebenswirklichkeit der Menschen eingehen.

Im zweiten Teil der digitalen Runde beschäftigte sich das Podium mit dem grenzüberschreitenden Bildungssystem. Stefan Hauter, Schulleiter des Deutsch-Französischen Gymnasiums Saarbrücken und Élisabeth Laporte, Rectrice der Académie de Strasbourg diskutieren über die bildungspolitischen Lehren der vergangenen Monate.
Nationale Maßnahmen und digitale Unterschiede in Frankreich und Deutschland treffen Schülerinnen und Schüler sowie Studierende in ihren Bildungschancen. Insbesondere in der Grenzregion sind zahlreiche Kinder und Jugendliche in Einrichtungen des Nachbarlandes eingeschrieben. Weil das deutsche Bildungssystem aus den Ländern gesteuert wird, unterscheiden sich die Maßnahmen zu Frankreich an der nationalen, aber auch an den Binnengrenzen zwischen Rheinland-Pfalz, dem Saarland und Baden-Württemberg. Die damit verbundenen Schwierigkeiten in der Praxis bei abweichenden Schulschließungen, Lockdowns und technischer Ausstattung verdeutlichen den Eltern und ihren Kindern vor allem Eines: Die Unabdingbarkeit einer engen Absprache und der Fortführung der tief verwurzelten Beziehung für eine schnelle Besserung der Situation. Trotz allgemeiner Fortschritte in der Digitalisierung und den Bildungsmöglichkeiten im Homeschooling, muss im Sinne des europäischen Integrationsgedankens die Begegnung wieder mehr möglich werden.

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