Weniger Plastikmüll

Bild des Benutzers Arno Bauermeister
Gespeichert von Arno Bauermeister am 24. September 2018
Plastikmüll
21. September 2018

Weniger Plastikmüll

Entschließung des Bundesrates zur Vermeidung von Kunststoff-Verunreinigungen in der Umwelt bei der Entsorgung verpackter Lebensmittel

Der Bundesrat spricht sich dafür aus, in Kunststoff verpackte Abfälle vollständig von der Kompostierung oder Vergärung auszunehmen.

bislang nicht bewertet
 

Mit der Entschließung wird die Bundesregierung gebeten, gemeinsam mit den Ländern einen Vorschlag für ein bundesweit einheitliches Konzept zur schadlosen und ordnungsgemäßen Verwertung von verpackten Lebensmittelabfällen zu erarbeiten. Darüber hinaus wird die Bundesregierung angehalten, die geltenden Grenzwerte für Kunststoffanteile in Düngemitteln, Kultursubstraten und Pflanzenhilfsmitteln zu überprüfen und diese so weit wie praktisch möglich abzusenken. Zudem halten es die Länder für angezeigt, dass die Bundesregierung u.a. den Handel und die Ernährungswirtschaft im Zuge der nationalen Strategie zur Reduzierung von Lebensmittelabfällen und -verlusten frühzeitig und intensiv einbindet.

NRW-Umweltministerin Ursula Heinen-Esser warf im Bundesrat die Frage auf, „warum mittlerweile so viele frische Lebensmittel im Handel in Kunststoff-Verpackungen angeboten werden. Auf den Wochenmärkten werden Obst und Gemüse ja im Wesentlichen auch unverpackt verkauft. Es ist kaum zu verstehen, warum z.B. Gurken oder Bananen auch aus dem Bioanbau in Folie verschweißt werden müssen“.

Auslöser für die Bundesratsinitiative war ein Umweltskandal an der Schlei in Schleswig-Holstein. Dort sind große Mengen von Plastikteilen ans Ufer und ins Wasser eingetragen worden, die über ein Klärwerk ins Gewässer kamen. Die Plastikteile rührten von noch verpackten und so geschredderten Speiseresten her. Über die Abwässer des Klärwerks gelangten die Plastikteilchen in die Schlei.

Weitere

Pressemitteilungen

Weitere

Informationen