Europaminister Holthoff-Pförtner reist nach Schlesien

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Gespeichert von Robin Teller am 26. November 2019
26. November 2019

Vorbereitung des neuen Partnerschaftsabkommens: Europaminister Holthoff-Pförtner reist nach Schlesien

Europaminister Dr. Stephan Holthoff-Pförtner ist zur Vorbereitung einer neuen Gemeinsamen Erklärung über die Zusammenarbeit und den Ausbau der freundschaftlichen Beziehungen zwischen beiden Regionen nach Schlesien gereist. Dazu trifft der Minister den Marschall der Woiwodschaft Jakub Chełstowski und Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft.

Der Minister für Bundes- und Europaangelegenheiten sowie Internationales teilt mit:

Europaminister Dr. Stephan Holthoff-Pförtner ist zur Vorbereitung einer neuen Gemeinsamen Erklärung über die Zusammenarbeit und den Ausbau der freundschaftlichen Beziehungen zwischen beiden Regionen nach Schlesien gereist. Dazu trifft der Minister den Marschall der Woiwodschaft Jakub Chełstowski und Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft. Zur Delegation gehören der Generalkonsul der Republik Polen in Köln Jakub Wawrzyniak sowie der Vorsitzende der Stiftung Haus Oberschlesien in Nordrhein-Westfalen Sebastian Wladarz.

 

Minister Holthoff-Pförtner: „Die Regionalpartnerschaft zwischen Schlesien, Hauts-de-France und Nordrhein-Westfalen ist gelebtes Europa. Wir haben vielfältige zivilgesellschaftliche und städtepartnerschaftliche Beziehungen und einen engen fachlichen Austausch zum Industrie- und Strukturwandel, Umweltschutz, im Bereich der Bildung und Kultur. Diese breite Zusammenarbeit wollen wir weiter vertiefen.“ Bei seinem Besuch trifft Minister Holthoff-Pförtner mit dem Marschall der Woiwodschaft Schlesien Jakub Chełstowski zu einem Austausch über die Partnerschaft im Marschallamt zusammen.

Weitere Gespräche führt der Minister mit dem Rektor der Schlesischen Technischen Universität, Prof. Arkadiusz Mężyk, zur Bedeutung neuer Technologien und zum Wissenstransfer in Industrieregionen, sowie mit dem Präsidenten des Polnischen Städtebundes und Mitglied des Senats Zygmunt Frankiewicz zu den deutsch-polnischen Beziehungen. Holthoff-Pförtner: „Wir setzen uns für enge Beziehungen auf allen Ebenen ein. Der Senat ist insbesondere auch als Vertreter Polens gegenüber der Polonia, den Auslandspolen, ein wichtiger Gesprächspartner für Nordrhein-Westfalen mit seinen 650.000 Bürgerinnen und Bürgern polnischer Herkunft.“
 

 

Mit einem Besuch in der Gedenkstätte der Zeche „Wujek“ in Kattowitz würdigt Minister Holthoff-Pförtner den Beitrag der polnischen Gewerkschaft Solidarność zum Fall des Kommunismus. Am Denkmal für die beim Besetzungsstreik 1981 getöteten Bergleute legt er einen Kranz im Namen von Ministerpräsident Armin Laschet nieder: „Dieser Ort vergegenwärtigt uns das Glück im geeinten Europa, in Freiheit und Demokratie leben zu dürfen. An vielen Orten in Polen haben unsere polnischen Freunde den Kampf gegen die kommunistische Diktatur mit ihrem Leben bezahlt. Wir haben allen Grund für diesen Kampf sehr dankbar zu sein. Ihr Mut hat die deutsche Wiedervereinigung und die Europäische Erweiterung erst möglich gemacht.“

In Gleiwitz besucht der Minister das Haus der oberschlesischen Juden und informiert sich vor Ort über die Aufarbeitung der multikulturellen Geschichte der Region: „Begegnungs- und Dokumentationsorte wie dieser sind das beste Mittel gegen aufkommenden Nationalismus und Antisemitismus.“
 

 

Die besondere Rolle Schlesiens für die Zivilgesellschaft in Nordrhein-Westfalen dokumentiert der in diesem Jahr zum vierten Mal vergebene Richeza-Preis der Landesregierung für herausragende Verdienste um die deutsch-polnische Verständigung. Knapp ein Drittel der ausgezeichneten Projekte befassen sich mit der Partnerregion Schlesien. Der Minister: „Dies unterstreicht deutlich, wie lebendig die Beziehungen zwischen unseren Regionen sind. Ich freue mich, dass viele Bürgerinnen und Bürger aus Nordrhein-Westfalen dieses Jahr die Gelegenheit hatten, unsere Partnerregion besser kennenzulernen.“

Nordrhein-Westfalen arbeitet seit vielen Jahren im Rahmen des regionalen Weimarer Dreiecks eng mit der Region Schlesien, die in ähnlicher Weise durch Industrie und Strukturwandel geprägt ist, zusammen. Im Jahr 2000 wurde die erste Gemeinsame Erklärung unterzeichnet. Die Partnerschaft zeichnet sich durch eine regen politischen und zivilgesellschaftlichen Austausch sowie durch intensive fachliche Zusammenarbeit aus, besonders in den Feldern Energie und Umweltschutz, Industriekultur, Wasserwirtschaft, regionale Bildung, Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention und Kultur sowie Inklusion.
 
Schlesien mit der Hauptstadt Kattowitz ist eine der 16 Woiwodschaften der Republik Polen und hat etwa die Einwohnerzahl des Ruhrgebiets. Die Region liegt im Süden Polens und grenzt an Tschechien und die Slowakei. Unter den Regionen Polens weist Schlesien die höchste Bevölkerungsdichte und den größten Urbanisierungsgrad auf, zugleich ist es der am meisten industrialisierte Teil Polens (17% der Industrieproduktion Polens entfällt auf Schlesien) in den Branchen Steinkohlebergbau, Eisen- und Schwermetallhütten, Elektroindustrie, Maschinenbau und Automobilindustrie.
 

 
 

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